Eurythmie

Die Eurythmie basiert als Bewegungskunst auf dem anthroposophischen Menschenbild, das vom Zusammenwirken des Hauptesorganismus – des Nerven-­‐Sinnespols – und des Gliedmaßenorganismus – des Stoffwechsel-­‐Sinnespols – ausgeht. Störungen dieses Zusammenspiels, die sich in verkrampften oder brutalisierten Bewegungen äußern, wirkt die Eurythmie durch Rhythmisierung von Bewegungen und Atem entgegen. Die Heileurythmie macht sich die heilende Kraft der Sprache zunutze. Jedem Laut des Alphabets wird eine Gebärde zugeordnet, die bei ihrer Ausführung Rückwirkungen auf den gesamten Organismus hat. Vokalbewegungen helfen bei entzündlichen, Konsonantenbewegungen bei sklerotischen Prozessen. In die Heilwirkung einbezogen ist die Rhythmik der Sprache (Metrik), die atmend aufgenommen wird.